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wir in der region - nachhaltige Entwicklung in der Region Unna

Nachhaltigkeit

 

Ein „Weiter so“ gibt es nicht. Genau das zerstört unsere Zukunft.

 

All die Krisen, die uns täglich erreichen, wie Artensterben, Meeres- und Erderwärmung, Klimakollaps, Flüchtlingsdramen, Finanzkrisen … müssen uns zurück bringen in den Modus der Vorwärtsbewegung. Das ist es, was alle Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung in sich tragen sollten: den Willen einer Vorwärtsbewegung, eines Durchbruchs, einer Transformation. Und genau das ist es auch, was Sie in all den unterschiedlichen Portraits bei wir.in.der.region finden können.

„Moonshot thinking“ nannte 2015 die privat finanzierte „Breakthrough Energy Coalition“ auf der Pariser Klimakonferenz den Gegenentwurf zu allen Krisenszenarien: Wir brauchen ein Denken – und in der Folge ein Tun! – so groß und so kühn wie das, das die Menschheit im letzten Jahrhundert auf den Mond und zurück zur Erde gebracht hat. 1968 sahen wir Menschen zum ersten Mal unseren blauen Planeten aus der Perspektive des Raumschiffs Apollo 8: betörend schön und blau und einsam in der Schwärze des Weltalls.

Möglicherweise sahen wir damals auch zum ersten Mal die Verletzlichkeit unseres Planeten und die Grenzen des Wachstums. Moonshot thinking sollte uns jetzt in eine nachhaltige Zukunft katapultieren, nicht zum Mond, sondern zur Erde.

 

 
 

Unsere drei zentralen Themen zu Nachhaltigkeit:

 
 
 

Transformation

Eine Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft kann auf vielen Ebenen geschehen: sie besteht aus einer regionalen, nationalen und globalen Zusammenarbeit. Jede*r einzelne kann zu einer Transformation beitragen, z.B. indem keine Plastiktüten verwendet, Produkte aus der Region gekauft oder auch Gegenstände repariert bzw. recycelt werden. Nur durch Beteiligung wird eine Transformation erreicht!


“Forum Transformation” am 23.11.2018

„Forum Transformation“ – die erste gemeinsame Veranstaltung von wir.in.der.region am 23.11.2018 war ein Erfolg. Wir hatten das Glück, mit Herrn Prof. Dr. Bachmann, dem Generalsekretär vom Rat für Nachhaltige Entwicklung einen engagierten Redner für eine transformative Bewegung  hin zu nachhaltiger Entwicklung zu haben. Herr Bachmann ist „das Gesicht für Nachhaltigkeit in Deutschland, der Mr. Germany“, sagte Viktor Haase, der die Grußworte der Umwelt-Ministerin, Frau Heinen-Esser überbrachte. Zudem bestätigte Viktor Haase als Abteilungsleiter für Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel und Umweltwirtschaft die Bedeutung und Fortsetzung des BNE-Landesprogramms in NRW.

Und wir hatten ein fast volles Haus. Dass wir diese Veranstaltung im Autohaus Rüschkamp in Werne machten, ist bewusst gewählt: Der Inhaber Hendrik Rüschkamp ist ein Vordenker und Handelnder in Sachen Elektromobilität durch erneuerbare Energien, ein überzeugendes Beispiel für Transformation fossiler Energie im Kreis Unna! Und er ist ein Protagonist im Projekt wir.in.der.region.

„Genau das war klasse: dass ihr scheinbar unverbundene Themen überzeugend zusammen gebracht habt“, so ein Teilnehmer.

Die unterschiedliche Aktivitäten der weiteren anwesenden Protagonist*innen wurden nicht nur durch die Ausstellung, sondern vor allem durch die verschiedenen Statements deutlich: Da kommen der Schutz der Artenvielfalt ebenso zur Sprache wie ökologische Wirtschaftsweisen oder: beim Recht auf Reparierbarkeit geht es auch um die Einhaltung planetarer Grenzen. Kindern den Zugang zur Natur ermöglichen ist genauso ein Thema wie die Macht der (Fernseh-) Bilder, die uns den Kopf vernebeln. Technologie-Transfer nach Ghana und die Notwendigkeit Globalen Lernens hängen zusammen, wenn es um nachhaltige Entwicklung geht.

Unterbrochen oder auch unterstützt wurden die Gespräche durch Lukas Rieger, Musiker und angehender Sound-Ingenieur, der u.a. auf einem Spaten spielte.

Wir haben uns gefreut über ermunternde Beiträge für unser Projekt aus dem Kreis Unna, vertreten durch Herrn Ludwig Holzbeck, den Dezernenten für Bauen, Vermessung und Kataster, Natur und Umwelt im Kreis Unna. Und von Gisela Lamkowsky, der Landeskoordinatorin für das BNE-Landesnetzwerk NRW.


  • Rat für Nachhaltige Entwicklung: Jahreskonferenz 2018 – Thesen und Taten. Transformation!

    Bei der Jahreskonferenz stand die Zukunft der Nachhaltigkeitspolitik im Vordergrund – u.a. wurde die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert. Expert*innen stellten diese auf den Prüfstand und diskutierten – ganz nach dem Motto der Konferenz – mittels Thesen und Taten engagierter Menschen, welche Signale zur Transformation vorhanden bzw. noch nötig sind.

  • Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung 2019 - Zukunft zur Heimat machen

    Die 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung findet am 4. Juni 2019 statt. Das Programm bietet Abwechslung und Vielseitigkeit. Außerdem werden fünf parallele Themenforen angeboten, z.B. zu klimaneutraler Mobilität oder zu Achtsamkeitspolitik.

  • WBGU-Gutachten „Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“

    In diesem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)werden Alternativen aufgezeigt, die zu einem Wandel zur Nachhaltigkeit führen sollen. Es werden diesbezüglich zehn konkrete Maßnahmenbündel mit transformativer Wirkung vorgestellt, beispielsweise das globale Voranbringen der CO2-Bepreisung. Ein Gesellschaftsvertrag zur Transformation ist dabei eine zentrale Voraussetzung – nur gemeinsam wird der Schritt aus der Krise gemeistert.

    Hauptgutachten „Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“

  • Comic „Die große Transformation. Klima – Kriegen wir die Kurve?“

    Die Herausgeber Alexandra Hamann, Claudia Zea-Schmid und Reinhold Leinfelder verdeutlichen in einem Comic die drastischen Konsequenzen unseres bisherigen Lebensstils, sodass eine Transformation zur klimaverträglichen und nachhaltigen Gesellschaft notwendig wird. Mit diesem Comic soll gezeigt werden, dass nicht nur die Politik, Wissenschaft und Regierungen, sondern auch aller Bürger*innen dazu einen Beitrag leisten können.

    Auszug aus dem Comic „Die große Transformation. Klima – Kriegen wir die Kurve?“

  • Agenda 2030: „Transformation zu nachhaltiger Entwicklung“

    Die 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung, die am 25. September 2015 beim UNO Nachhaltigkeitsgipfel der Staats- und Regierungschefs verabschiedet worden ist, stellt einen Meilenstein der internationalen Zusammenarbeit dar. Es wurden 17 Nachhaltigkeitsziele formuliert, um eine Transformation zu einer nachhaltigen Entwicklung voranzubringen.

    BMU: „Die 2030-Agenda für eine Nachhaltige Entwicklung“

    BMU: „Transformative Ziele und globale Partnerschaft für eine nachhaltigere Entwicklung“

    „Deutschland und die UN-Nachhaltigkeitsagenda. 2017. Großbaustelle Nachhaltigkeit“

  • Das Projekt WeltWeitWeitermachen

    Das Projekt WeltWeitWeitermachen der Arbeitsstelle WELTBILDER ist ein entwicklungspolitisches Bildungs- und Qualifizierungsprogramm, in dem wir uns am Leitbild einer globalen nachhaltigen Entwicklung bzw. den Sustainable Development Goals (SDGs) orientieren.

    Hier ein Ausschnitt aus dem Editorial:

    „Unser Dank gilt den 18 jungen Autorinnen und Autoren, die mit ihren Beiträgen deutlich machen, dass die globale nachhaltige Entwicklung eine Sache von uns allen ist und keineswegs nur ein Programm politischer Eliten oder Ergebnis von UN-Resolutionen. 18 Autorinnen und Autoren, die sich beispielhaft engagieren, die mit leidenschaftlicher Hartnäckigkeit, geballtem Sachverstand und viel Mut Wege für eine Gesellschaft skizzieren, die Zukunft hat. Die zeigen, wie es sich gemeinschaftlich und nachhaltig leben, arbeiten, wirtschaften oder forschen lässt. Und denen nicht egal ist, was aus den internationalgeltenden 17 Sustainable Development Goals (SDG`s) wird. Mehr noch: Die Hier und Jetzt Veränderungen wollen. Die wissen, dass mit den SDG`s nationale Sichtweisen überwunden werden müssen und dass sich die Zukunft der Weltgesellschaft auch in unseren eigenen Lebensentwürfen entscheidet. Und die auch wissen, dass es nicht einfach ist, bewusst gegen das „höher, schneller, weiter“ eigene Entwürfe und gemeinsame Praxis zu setzen. Die deshalb ein 18. SDG einfordern, eines, das Bewusstseinswandel und Transformations-Lernen, Kommunikation und das „Wagnis der Hoffnung“ (Dr. Bachmann) ernst nimmt.“ Dipl. Päd. Elisabeth Marie Mars, Herausgeberin

    Website WeltWeitWeitermachen

    Hier geht's zum kompletten Ebook WeltWeitWeitermachen

  • Buchneuerscheinung „Einfach anziehend. Der Guide für alle, die Wegwerfmode satthaben“

    Kristen Brodde und Alf-Tobias Zahn veröffentlichen einen Ratgeber mit einer schrittweisen Anleitung für eine nachhaltige, individuelle und modische Garderobe. Sie wollen sich von ‚Fast-Fashion‘ und Billigkleidung lösen, um einen Wandel zu einem nachhaltigen Mode-Konsum anzustoßen.

    Website ‚einfach anziehen‘

    Buch bei oekom

 

 

Ökologische Wirtschaftsweise

Transformation, unser vorher thematisierter, zentraler Aspekt in Richtung Nachhaltigkeit, ist eng verbunden mit einer ökologischen Wirtschaftsweise – ohne Transformation verharren wir in unserer heutigen Konsum- und Dienstleistungsgesellschaft, ohne Transformation bleiben gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Strukturen, die mit den planetaren Grenzen und Ressourcen nicht verträglich sind, bestehen.  Konzepte, wie u.a. Green Economy, die im Folgenden thematisiert werden, stellen ‚grüne‘ Konzepte bzw. ökologische Wirtschaftsweisen dar, die Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit Wachstum und Ökonomie verbinden.

  • Wirtschaftswachstum als Erhalt des gesellschaftlichen Wohlstands vs. Wirtschaftswachstum als Problem, das Umweltbelastungen bewirkt

    Der Titel verdeutlicht eine diskursive Kontroverse, inwieweit wirtschaftliches Wachstum so gestaltet werden kann, dass gesellschaftlicher Wohlstand erhalten bleibt, aber gleichzeitig Nachhaltigkeit und planetare Grenzen berücksichtigt werden. Im Folgenden werden prominente Konzepte bzw. Positionen vorgestellt – Degrowth und Green Growth –, die sich zunächst gegenüberstehen. Der Forschungsbericht „Gesellschaftliches Wohlergehen innerhalb planetarer Grenzen. Der Ansatz einer vorsorgeorientierten Postwachstumsposition“ (2018) thematisiert auch beide Positionen und kommt zu dem Ergebnis, dass diese auf Kernannahmen beruhen, die sich wissenschaftlich nicht hinreichend begründen bzw. belegen lassen. Als alleinige Strategie für umweltpolitisches Handeln sollte daher keine der beiden Positionen – weder Degrowth noch Green Growth – dienen, sondern es wird eine dritte vorgeschlagen und zwar die „vorsorgeorientierte Postwachstumsposition“. Der Bericht zeigt die Vielschichtigkeit der Wachstumsdebatte auf und setzt Impulse für die öffentliche Auseinandersetzung, wie gesellschaftliches Wohlergehen innerhalb planetarer Grenzen verwirklicht werden kann.

    Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW): Ansätze zur Ressourcenschonung im Kontext von Postwachstumskonzepten

    Zum Download des Forschungsberichts „Gesellschaftliches Wohlergehen innerhalb planetarer Grenzen. Der Ansatz einer vorsorgeorientierten Postwachstumsposition.“

  • Ende der Wachstumsgesellschaft: Postwachstum

    Postwachstum und Degrowth beinhaltet eine Verringerung von Konsum und Produktion (und damit auch des Bruttoinlandproduktes (BIP) ), um mehr soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit zu erzielen.

    Wichtig zu verdeutlichen, ist, dass eine Postwachstumsgesellschaft keineswegs Stagnation oder Rückschritt, sondern Zukunftsorientierung und eine progressive Alternative bedeutet – dieser Wandel, hin zu einer Postwachstumsgesellschaft, ist Teil einer gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Transformation. Da die Menschheit bereits über ihre Verhältnisse lebt und damit ökologische Systeme überstrapaziert, ist ein Wachstumgsrückgang unausweichlich. Natürliche Ressourcen sind begrenzt und die Ökosysteme sind nicht unendlich belastbar.

    Lexikon der Nachhaltigkeit: Postwachstum und Degrowth

    Interessante Beiträge diesbezüglich sind im Blog „Postwachstum“ zu finden. Beispielsweise wird „Neues aus der Wissenschaft“ im Artikel „Politischen Stillstand überwinden“ thematisiert.

  • Green Growth bzw. Green Economy als Konzept für einen nachhaltigen Umbau der Wirtschaft

    Green Growth steht in Kontrast zum konventionellen Wirtschaftswachstumsparadigma, denn das Wachstum im Zeichen des Green Growth basiert auf einer nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen. Die Grundlage des ‚grünen Wachstums‘ ist, dass die Wirtschaft notwendigerweise hin zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz verändert und damit ein starker Treiber für Wachstum wird. Green Economy zielt auch auf eine nachhaltige Wirtschaft, die die natürlichen Ressourcen unserer Erde schont und die Umwelt weniger belastet – Ökologie und Ökonomie werden so miteinander verbunden. Um eine Green Economy zu erreichen, muss ein gesamtgesellschaftlicher Transformations- bzw. Veränderungsprozess erfolgen. Stichworte bzw. Handlungsfelder sind hier der Ressourcenverbrauch, eine nachhaltige Gestaltung von Produkten, Produktion und Konsum sowie eine nachhaltige Energieversorgung und –nutzung in der Wirtschaft. Die beiden Begriffe – Green Growth und Green Economy – sind eng miteinander verbunden, denn beide Konzepte sollen Antworten auf die Krise geben und ein Bekenntnis darstellen, dass wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wachstum und nachhaltiger Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Wie die Green Economy, ist auch Green Growth als eine neue politische Strategie zu verstehen, um nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Green Economy: Gesellschaftlicher Wandel

    Lexikon der Nachhaltigkeit: Green Growth, Green Economy, Green New Deal

    OECD: What is green growth and how can it help deliver sustainable development?

  • Slow-Food: Terra Madre Netzwerk

    Terra Madre ist ein offenes Netzwerk, um den Austausch und die Zusammenarbeit von verschiedenen Organisationen und Handlungsträgern, die sich für eine lokale Wirtschaft und verantwortungsbewusste, nachhaltige Produktionsweisen einsetzen, zu fördern. Die Transformation des Lebensmittelsystems ist dabei im Vordergrund – lokaler Verbrauch, kurze Produktionsketten und der Schutz von Lebensräumen sowie einheimischen Arten sind zentrale Stichworte hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.

  • Forschen für Nachhaltiges Wirtschaften: Jahresbericht 2017 des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

    Im Jahresbericht 2017 des IÖW werden u.a. die Themen „Klima und Energie“, „Produkte und Konsum“ oder „Nachhaltige Unternehmensführung“ unter Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten behandelt. Das IÖW forscht an einer Wirtschaft, die Wohlstand schafft, ohne die natürlichen Lebensgrundlagen zu gefährden – also eine grundlegend transformierte Wirtschaft.

  • The Forest Farmers – eine Kombination von Natur und Landwirtschaft

    The Forest Farmers bieten Landwirten, Organisationen, Kommunen oder Familien ihr Wissen und Beratung an, um produktive Anbausysteme durch regeneratives Agroforstdesign zu schaffen. Ihre Vision besteht darin, mittels der Kombination von Natur und Landwirtschaft eine Lösung zur Regeneration der natürlichen Ressourcen geschaffen wird.

    „Wir stellen uns eine Welt vor, in der degradiertes Land heilt, Wasser sauber und frisch fließt, in der die Landwirtschaft eine Quelle der Regeneration und die Bodenfruchtbarkeit die Grundlage für wirtschaftlichen Wohlstand ist. Natürliche Ressourcen werden wiederhergestellt und Lebensmittel in gesunden, reichhaltigen Ökosystemen im Einklang mit der Natur angebaut.“ (Die Vision von The Forest Farmers)

    Mehr Informationen zu Agroforstwirtschaft
 

 

Erneuerbare Energien

Die Bedeutung von Erneuerbaren Energien ist v.a. in den letzten Jahren stetig gestiegen. Das verdeutlichen auch die Zahlen – 2018 stieg der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch, also die gesamte in Deutschland verbrauchte Strommenge, auf 37,8%. 2010 betrug dieser Anteil lediglich 17%. Vor der Nutzung von Erneuerbaren Energien wurde der Energiebedarf v.a. durch Rohstoffe wie Öl und Kohle gedeckt. Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahl oder der zunehmenden Wohlstandsansprüche  ist weltweit ein immer größer werdender Energiebedarf nötig. Doch die fossilen Ressourcen sind endlich und ein Ende dieser bahnt sich an. Im Gegensatz zu diesen sind Erneuerbare Energien unbegrenzt vorhanden und umweltfreundlich.

Die stetig wachsende Bedeutung von Erneuerbaren Energien drückt auch ein Umdenken der Bevölkerung aus – v.a. in Betracht des real stattfindenden Klimawandels.

Zu den Erneuerbaren Energien zählen Solar-  und Windenergie, Biomasse, Geothermie sowie Wasserkraft. Die Herausforderung der Nutzung dieser unendlich zur Verfügung stehenden Energiequellen ist, diese Energie möglichst effizient und nachhaltig nutzbar zu machen.

Die Energiewende und damit verbunden der Ausbau von Erneuerbaren Energien ist nicht nur Thema der Bundesregierung und der Politik, sondern für jede*n Einzelnen relevant – jede*r kann etwas zur Energiewende beitragen, denn man besitzt mehr Einfluss als man vielleicht denkt. Daher ist ein Bewusstseinswandel nötig – ein zukunftsorientiertes Denken und Handeln für die nächsten Generationen.

  • Das Portal 'enomo'

    Das Portal 'enomo' wurde bereits bei Joan Hendrik Rüschkamp vorgestellt –‚enomo‘ ist aber v.a. bei Erneuerbaren Energien von hilfreicher Bedeutung, denn ‚enomo‘ unterstützt den eigenen Weg in die Elektromobilität, indem individuell beraten wird. So werden offene Fragen geklärt und Hindernisse aufgeräumt. Beispielweise lassen sich viele Interessierte beim Kaufpreis eines Elektroautos abschrecken. Allerdings werden die hohen Anschaffungskosten durch geringere Verbrauchskosten und niedrigere Wartungskosten nach einiger Zeit ausgeglichen und sind somit eher irreführend. Durch gezielte und bedarfsgerechte Beratung werden kompetent Fragen in Bezug auf Elektromobilität beantwortet.

  • Das Projekt ‚Zukunftsperspektive Umwelthandwerker – Weiterbildung für Geflüchtete‘ in Hamburg

    Das Projekt Umwelthandwerker kombiniert die Herausforderungen des Fachkräftemangels und die Integration von Geflüchteten – einerseits wird durch gezielte Weiterbildung von bereits hoch qualifizierten Geflüchteten dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegen gewirkt und andererseits werden Geflüchtete bei der Integration unterstützt. Spezifisch für die Umwelttechnik – v.a. dieser Bereich ist vom Fachkräftemangel betroffen – wurde das Modell entwickelt, wie die Kompetenz der geflüchteten Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten festgestellt werden kann und welche Anforderungen eine mehrstufige Weiterbildung hat. Die Umwelthandwerker wurden von RENN.nord, eine von insgesamt vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, und vom Rat für Nachhaltige Entwicklung als eines von vier „Transformationsprojekten 2018“ ausgezeichnet.

    Mehr Informationen zu diesem Projekt beim Rat für nachhaltige Entwicklung oder bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

  • Naturreport: Schwerpunkt Erneuerbare Energien – Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft

    Der Naturreport aus dem Jahr 2013, der von der Naturförderungsgesellschaft für den Kreis Unna herausgegeben wurde, wurde mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien und die Auswirkungen auf die Natur und Landwirtschaft veröffentlicht. U.a. berichtet Ludwig Holzbeck, der Dezernent für Bauen, Vermessung und Kataster, Natur und Umwelt im Kreis Unna, inwieweit die Energiewende in Unna lokal fortgeschritten ist und bilanziert eine Bestandsaufnahme.

    „Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass im Kreis Unna der Anteil der regenerativen Energien schon ein deutliches Potenzial hat, weitere Steigerungen möglich sind, jedoch aufgrund der Gebiets- und Siedlungsstruktur größere Steigerungen weder in der Windenergie noch in der Biomasse zu erwarten sind. Durch gezielte Beratungen sollen die noch vorhandenen Potenziale umweltverträglich erschlossen werden.“ (S. 18)

  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

    Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie nutzt Forschung für Transformationsprozesse zu einer nachhaltigen Entwicklung – dabei werden Klima-, Umwelt- und Ressourcenaspekte zentralisiert und ökologische mit gesellschaftlichen Fragestellungen verknüpft. Energie ist diesbezüglich u.a. ein Thema. Die deutsche Energiewende ist ein komplexer Veränderungsprozess, bei dem ein intelligentes Zusammenspiel von Energieeinsparung und –effizienz mit Erneuerbaren Energien, aber auch mit dem Engagement von Bürger*innen, Kommunen, Wirtschaft und Politik von zentraler Bedeutung ist. Das Wuppertal Institut leistet dafür wichtige Beiträge, um die Energiewende und damit einhergehenden einen tiefgreifenden Wandel in Angriff zu nehmen.